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Girls'Day 2006 an der Pestalozzi- Mittelschule in Pirna
Zum 6. Mal fand in diesem Jahr - wie immer am letzten Donnerstag im
April - deutschlandweit der Girls'Day mit einer immer größer
werdenden Resonanz statt.
An diesem Tag öffnen Unternehmen ihre Türen, um interessierten
Mädchen die Möglichkeit zu geben, Berufe in technischen,
naturwissenschaftlichen und handwerklichen Bereichen kennen zu lernen.
Diese, meist zukunftsträchtigeren Berufsbilder sollen die Mädchen
anregen, bei ihrer Berufs- und Lebensplanung nicht immer nur auf die
traditionellen, mädchentypischen Ausbildungsberufe zurück zu greifen.
War in den ersten Jahren dieser Tag im Wesentlichen den Mädchen
vorbehalten, so wird jetzt zunehmend Augenmerk auf die häufig ebenfalls
eindimensionierte Orientierung der Jungen gelenkt. Der Wandel auf dem
Ausbildungs- und Arbeitsmarkt bringt neue Chancen jenseits der
geschlechtsstereotypen Berufswahl.
Um
den Horizont der Schülerinnen und Schüler bezüglich der Vielfalt an
Ausbildungsberufen zu erweitern, sie aber gleichzeitig darauf
hinzuweisen, wie wichtig gute schulische Leistungen für eine spätere
berufliche Entwicklung sind, sollten möglichst ab der 5. spätestens
aber ab der 7. Klasse Aktionen zur Berufsfindung beginnen. Anlässlich
des "Girls'Day's" gab es deshalb in diesem Jahr an der Pestalozzi
Mittelschule in Pirna ein Projekt, in dem alle Schülerinnen und Schüler
der 7. und 8. Klasse sowie einer 9. Realschulklasse an diesem Tag in
die Praxis geschickt wurden.
Herr Bräunlich, der
verantwortliche Lehrer für Berufsorientierung, hatte gemeinsam mit den
entsprechenden Klassenlehrerinnen sowie der Schulleiterin Frau Maerker,
die nötige Vorarbeit geleistet. Dazu gehörten unter anderem die nötige
Vorbereitung in den Klassen, die Erläuterungen zu Inhalten des
"GirlsDay's" und des Anliegens "Neue Wege für Jungs" sowie die
Gewinnung der einzelnen Praktikumsbetriebe.
Unter 15 Unternehmen und Einrichtungen in Pirna, Dresden und
Dippoldiswalde sowie der Agentur für Arbeit konnte ausgewählt werden.
Ausgerüstet mit einem Erkundungsauftrag, der nach dem Praktikum
ausgewertet wurde, machten sich die Kinder auf den Weg. Viel Zeit
nahmen sich die Betreuerinnen und Betreuer, um einen Überblick über das
Aufgabenspektrum zu vermitteln. Viele Vorstellungen mussten korrigiert
werden.
Besonders spannend wurde es, wenn richtig mit Hand
angelegt werden konnte oder sogar ein selbst gefertigtes Stück mit nach
Hause genommen werden durfte.
Die Teilnahmebestätigung wird
einen Platz im Berufswahlpass erhalten, der ab der 7. Klasse angelegt
werden sollte und der, wenn er ordentlich geführt wird, eine gute Hilfe
bei der Berufsorientierung sein kann.
So wie
Nancy Schimke, sich im Namen der 7. Klasse bei den Mitarbeitern des THW
bedankt, so möchten sich alle Schülerinnen und Schüler bei den
Unternehmen und Einrichtungen ganz herzlich für die gute Betreuung
bedanken.
Der Tag hat gezeigt, wie wichtig es ist, die
Schülerinnen und Schüler schon frühzeitig auf die breite Palette der
Berufsbilder hinzuweisen.
Für die Durchführung im nächsten
Jahr wäre es im Hinblick auf die Belastung der Unternehmen zu begrüßen,
wenn die Woche der offenen Unternehmen mit dem "Girls'Day"
zusammengelegt würde.
Die Vorbereitung und Durchführung des
Projekttages hat von der Lehrerschaft einen großen zeitlichen und
organisatorischen Aufwand abverlangt, zumal sie oft auch als Begleitung
in die Unternehmen mitgingen. Nun ist es Aufgabe der Eltern, mit ihren
Kindern die Erlebnisse auszuwerten und sie weiterhin beim Lernen und
bei der späteren Berufswahl zu unterstützen und zu begleiten. Außerdem
wäre es für den nächsten "Girls'- und Boys'Day" wichtig, Hinweise und
Anregungen zur Durchführung an die Schule zu geben.
R. Dreßel
Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Pirna
Pirna, 03.05.06
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