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Sie haben jetzt schon eine ganze Menge geschafft.
Sie haben eine Berufswahl getroffen, mit dem Arbeitsamt gesprochen, Firmen gesucht und Bewerbungen geschrieben. Jetzt gilt es zu warten oder auch selbst mal nachzufragen.
 
Nachfrage
In der Regel müssen Sie ca. vier Wochen Geduld haben, bis Sie eine Nachricht von dem Betrieb erhalten. Sofern Sie nach diesem Zeitraum noch nichts gehört haben, dürfen Sie nachfragen.
Aber nicht schriftlich, sondern telefonisch!

Bevor Sie telefonieren, legen Sie sich Stift, Papier und Ihre Orga-Liste bereit.
Es versteht sich, dass Sie höflich und freundlich sind. Schreiben Sie sich vorher auf, wie Sie nachfragen möchten. Ihre Formulierungen dürfen nicht nach einer Mahnung klingen. Prägen Sie sich Ihre freundlichen Sätze vor dem Telefonat ein.

Wenn Sie keinen Namen wissen, dann fragen Sie nach der Personalabteilung. Sagen Sie, dass Sie sich um einen Ausbildungsplatz beworben haben und Sie sehr gespannt auf eine Antwort sind.

Im optimalen Fall erhalten Sie ein Vorstellungsgespräch! Wenn sich der angegebene Termin nicht mit Ihren Vorstellungen deckt, dann überlegen Sie bitte genau, ob Sie den Termin um den Sie so gekämpft haben, einfach absagen. Das sollte man wirklich nur im Notfall machen und der Grund sollte wirklich sehr ernsthaft sein.
Es kann auch passieren, dass man Sie vertröstet.
Zum Beispiel: Das Auswahlverfahren läuft noch. Dann fragen Sie nach, bis wann Sie mit einer Entscheidung rechnen dürfen.
Es kann aber auch sein, dass man Ihnen sagt, dass Sie nicht ausgewählt wurden. Dann fragen Sie bitte höflich nach den Gründen. Auch wenn`s wirklich schwer fällt. Es ist aber für Sie wichtig, die Gründe der Absage zu erfahren. Die Begründung kann Ihnen unter Umständen dabei helfen, bei weiteren Bewerbungen entsprechend zu reagieren.
Weiter bitten Sie darum, dass man Ihnen Ihre Bewerbungsunterlagen zurückschickt.

 
Absage
Es ist passiert. Entweder wissen Sie es schon von Ihrem Telefonat oder Sie haben einen Brief des Betriebes erhalten, in dem steht: "Wir bedauern, aber wir haben bereits alle Ausbildungsplätze besetzt. Wir danken Ihnen für Ihr Interesse".
Dies oder ähnliches wird in diesem drei- bis vierzeiligen Brief stehen.

Natürlich sind Sie jetzt enttäuscht, bedrückt, wütend, traurig und Sie müssen den unpersönlichen Brief erst einmal "verdauen". Aber denken Sie daran: Sie sind nicht allein!
Vielen Auszubildenden ist es ganz genauso ergangen und dann hat es doch irgendwann mit dem Ausbildungsplatz geklappt. Trotz aller Enttäuschung: Die Welt geht nicht unter!

Sie sind nur wegen einer oder mehreren Absagen nicht schlechter als Andere! Versuchen Sie es erneut, ohne den Kopf hängen zu lassen. Sagen Sie sich: Irgendwann bin ich dran! Es wird klappen und ich bekomme einen Ausbildungsplatz!

Vielleicht gab es gerade auf die ausgewählte Stelle zu viele Bewerber oder die anderen Bewerber hatten persönliche Beziehungen oder das Glück hat diesmal einfach nicht "zugeschlagen".


  • Reden Sie sich Ihren Kummer von der Seele. Sprechen Sie mit den Eltern, den Freunden. Gönnen Sie sich etwas Schönes, etwas das Ihnen Spaß macht - um den ersten Ärger zu verdauen.


Wichtig bei einer Absage ist aber auch, sich darüber klar zu werden, ob man nicht selbst einen Fehler gemacht haben könnte. Überprüfen Sie Ihre Unterlagen, ob wirklich alles in Ordnung ist. Denn wenn man etwas besser machen kann, hilft es Ihnen, doch zum Erfolg zu kommen.

>> Diese Tabelle als PDF-Datei downloaden <<

Frage
Antwort ja
Antwort nein
Maßnahme bei "Ja"
Kam die Absage aufgrund der schriftlichen Bewerbung?


Überprüfung aller Bewerbungsunterlagen.

Eventuell muß das Bewerbungsanschreiben geändert werden.

Lassen Sie Ihr Schreiben von den Eltern, dem Lehrer prüfen und ändern Sie es gegebenenfalls ab.

Ist das Foto in Ordnung?

Stimmte die äußere Form meiner Schreiben?

War das Kuvert richtig frankiert?
Haben Sie schon mehrere Absagen auf die Bewerbung erhalten?
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Ist der ausgewählte Beruf wirklich der Richtige?

Nachfrage beim Arbeitsamt, ob der ausgewählte Beruf momentan "überlaufen" ist bzw. ob für diesen Beruf ein "höherer" Schulabschluss gefordert wird.
Kam die Absage aufgrund der telefonischen Bewerbung?
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
Prüfen Sie nochmals den Gesprächsverlauf.

Üben Sie noch einmal mit den Eltern, den Freunden. Üben Sie die Fragen, die Sie stellen wollen und üben Sie die Antworten, die Sie auf mögliche Fragen geben würden.
Absage nach dem Einstellungstest?
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
Bereiten Sie sich intensiver auf Tests vor. Ein Testtrainer hilft Ihnen dabei.
Absage nach dem Vorstellungsgespräch?
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
Versuchen Sie sich auf das nächste Vorstellungsgespräch besser vorzubereiten. Auch hier können Sie ein Gespräch mit den Eltern, den Freunden üben.


Und wenn es trotzdem nicht geklappt hat, dann lassen Sie gerade jetzt den Kopf nicht hängen! Gehen Sie so rasch wie möglich zum Arbeitsamt und lassen Sie sich über weitere Möglichkeiten beraten. Eventuell gibt es geförderte Beschäftigungsgesellschaften, bei denen eine Ausbildung möglich ist.

Oder Sie melden sich über die Schule an eine weiterführende Schule an. Das ist besser, als nichts zu tun. Und denken Sie daran, die schulische Ausbildung können Sie zugunsten eines später gefundenen Ausbildungsplatzes jederzeit beenden.
Und bewerben Sie sich unbedingt weiter!
 
Personalbogen
Manche Firmen schicken aufgrund einer Bewerbung einen Personalbogen zu. Obwohl Sie in den Bewerbungsunterlagen alle notwendigen Angaben gemacht haben, füllen Sie diesen Bogen sorgfältig, gewissenhaft und ehrlich aus. Senden Sie den ausgefüllten Bogen rasch zurück.

Manche Firmen verwenden den Bogen als Grunddaten für eine spätere Personalakte.

Freuen Sie sich, wenn Sie den Bogen bekommen. Denn die Firma hat Ihre Bewerbung erhalten und sich in jedem Fall mit Ihrer Bewerbung bereits beschäftigt.
 
Tests
Viele Unternehmen führen einen Einstellungstest durch. Ja, und warum machen die denn das? Die Testverfahren haben sich seit vielen Jahren bewährt. Man möchte damit die Eignung des Bewerbers für den Ausbildungsplatz feststellen. Aus dem einfachen Grund: Schulnoten sind nicht immer gleich Schulnoten. Das heißt, Lehrer sind nicht gleich Lehrer, die Noten fallen unterschiedlich aus und Schulen sind nicht gleich Schulen, da gibt es bekanntlicherweise ja auch diverse Unterschiede. Somit ist ein "gut" in Deutsch bei dem einen Lehrer nicht immer ein "gut" bei dem anderen Lehrer.

Mit dem Test möchte man herausfinden, ob Sie wirklich zu diesem Ausbildungsberuf passen. Und natürlich gib es einen weiteren Grund. Aufgrund der vielen Bewerber auf einen Ausbildungsplatz schafft der Test eine Auswahl. Das Testverfahren bietet eine vergleichbare Ausgangsbasis um zu einer Entscheidung zu kommen.

Die Testverfahren sind meistens standardisiert. Und zur Auswertung werden dann Musterlösungen und Schablonen eingesetzt, die es ermöglichen, die Ergebnisse schnell zu vergleichen. Aus diesem Grund kann man viele Bewerber in kurzer Zeit testen.

Die Tests sind von Betrieb zu Betrieb unterschiedlich. Trotzdem kann man die Tests in verschiedene Hauptbereiche aufteilen.

Tests ,die die schulischen Leistungen prüfen sowie die Allgemeinbildung

Hier wird die Eignung für das Berufsfeld getestet. Es werden fachliche Kenntnisse geprüft. Weiter Konzentrationstests, die das Leistungsvermögen unter Zeitdruck zeigen sollen.

Leistungs-, Fertigungs-, bzw. Intelligenztests

Es werden Stärken und Schwächen im Bereich des räumlichen Vorstellungsvermögens getestet sowie Sprachgefühl und logisches Denken. In handwerklichen Berufen werden Fertigungstest durchgeführt. Das sind Übungen, bei denen Sie mit den eigenen Händen etwas tun müssen.

psychologische Tests
Die persönlichen Eigenschaften sollen ermittelt werden. Reine Persönlichkeitstests sind aber bei Ausbildungsplatzsuchenden eher die Ausnahme. Es kann sein, dass diese Tests bei Gruppenübungen durchgeführt werden. Das soll Ihr Verhalten in einer Gruppe zeigen. Wie diskutieren Sie in der Gruppe? Welche Rolle nehmen Sie in der Gruppe ein?

Wenn das jetzt alles auf Sie bedrohlich wirkt, dann hilft nur eine Gegenmaßnahme!
Bereiten Sie sich vor!


Aber machen Sie es rechtzeitig, in letzter Sekunde bringt es nichts. Ein halbes Jahr sollten Sie schon einplanen. Natürlich gibt es keine 100-prozentige Testübung. Aber eine gute Vorbereitung gibt Ihnen Sicherheit und ein gutes (Zeit-)Gefühl, wenn es Sie zum Test "trifft".
Und überhaupt:
Wenn Sie zu einem Test eingeladen werden, dann heißt das doch, dass Ihre Bewerbung positiv aufgenommen wurde. Das ist in jedem Fall schon ein Erfolg für Sie.
Denken Sie daran: Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird.


  • Fragen Sie in Ihrer Buchhandlung nach einem oder mehreren Testtrainer. Das Buch sollte nicht viel über den Sinn und Unsinn von Tests schreiben, sondern Ihnen die Tests aufzeigen, die Sie dann mit dem Buch üben können. Der Testtrainer soll Ihnen helfen, Ihr Schulwissen aufzufrischen, Grundfragen aus Politik und Wirtschaft abfragen, die meist gestellten Fragen zum Allgemeinwissen prüfen und Sie mit den typischen Fragen von Intelligenztests vertraut machen.


Und zum Schluss:
Lassen Sie lieber die Finger von Beruhigungsmitteln! Das macht träge und mindert die Leistungsfähigkeit. Und Aufputschmittel helfen auch nicht. Da sind Sie am unpassendsten Ort überdreht und neigen vielleicht dann zur Selbstüberschätzung.
Probieren Sie es lieber mit autogenem Training oder bedienen Sie sich der vernünftigen Denkweise: Ich habe mein Bestes getan. Wenn es diesmal nicht klappt, dann beim nächsten Mal bestimmt!


Buchtipps zum Thema "Testtrainer":

Joachim Keil
Testtrainer für Ausbildungsplatzsuchende
Falken-Verlag, ISBN 3-6356-0256-6

Wolfgang Reichel
Testtrainer. Einstellungstests. Systematisch vorbereiten, erfolgreich bestehen
Falken-Verlag, ISBN 3-8068-1761-8

 
Vorstellungsgespräch
Hurra! Fast geschafft und es ist nur noch eine letzte Hürde zu nehmen.
Klar stellt sich "Kribbeln" im Bauch ein, das Gefühl: Schaffe ich das? Aber ja! Sie schaffen es.
Denken Sie daran, Ihre Bewerbung hatte eine so positive Wirkung, dass man Sie eingeladen hat und dieser Gedanke sollte das Selbstbewusstsein schon etwas anheben.

Das erste was Sie jetzt tun sollten, ist den von der Firma gesetzten Termin zu bestätigen.

Das ist nicht nur höflich, sondern auch fair. Das Personalbüro in dem jeweiligen Betrieb ist dann informiert, dass Sie kommen werden und plant die Zeit für Sie fest ein.

Die schnellste Art und Weise ist der Griff zum Telefonhörer. Bitte denken Sie an unsere Telefontipps. Natürlich können Sie den Termin auch schriftlich bestätigen.

Sie können nicht zum vorgeschlagenen Termin?
Es sollte wirklich nur ein besonders wichtiger Grund sein. Letztlich signalisiert eine Terminverschiebung Desinteresse.
Sofern eine Klassenarbeit anstehen sollte, dann sprechen Sie doch erst mit dem Lehrer bevor Sie um eine Terminverschiebung bei dem Betrieb bitten müssen. Zusammen mit dem Lehrer läßt sich sicher eine Lösung finden,z.B. die Klassenarbeit in einer anderen Klasse nachzuschreiben, wenn dort ebenfalls eine Klassenarbeit durchgeführt wird.

Wenn die Terminverschiebung aber unumgänglich ist, dann rufen Sie schnellstens an. Erklären Sie kurz und freundlich, - nicht weitschweifig -, warum Sie um eine Terminverschiebung bitten müssen.

Was möchte nun der Betrieb über das persönliche Bewerbungsgespräch herausfinden?

Kann dieser Bewerber/Bewerberin das Ausbildungsziel erreichen?
Passt dieser Bewerber/Bewerberin zu unserem Betrieb und wird er/sie sich positiv integrieren können
Kann sich der Bewerber/Bewerberin nach einer evtl. Übernahme nach der Ausbildung zu einem für den Betrieb wertvollen Mitarbeiter entwickeln?
Kann sich der Bewerber/Bewerberin nach einer evtl. Übernahme nach der Ausbildung zu einem für den Betrieb wertvollen Mitarbeiter entwickeln?


Das sind berechtigte Fragen des Betriebes,denn eine Ausbildung kostet sehr viel Geld. Zu zahlen ist nicht nur die Ausbildungsvergütung, sondern auch das Personal, das die Auszubildenden betreuen wird, die Lehrwerkstatt, betriebsinterne Schulungen usw.
Deshalb möchte der Betrieb über das persönliche Gespräch herausbekommen, ob Sie zuverlässig, kritikfähig, eigenverantwortlich und anpassungsfähig sind. Und auch für das Personalbüro sind persönliche Einstellungsgespräche sehr aufwendig. Stellen Sie sich einfach vor, dass ca. eine halbe Stunde pro Bewerber von der "normalen" Arbeitszeit abgezwackt werden. Eine halbe Stunde für Sie!


Wie könnte das Gespräch denn werden?
Jedes Gespräch verläuft anders. Das hängt von dem Gesprächspartner ,aber auch von der Betriebsgröße ab. Bei Großbetrieben wird in der Regel nach einem festgelegten Schema vorgegangen. Das heißt, Sie werden nach festgelegten Kriterien befragt. Dann gibt es Gespräche, die zum Teil offen geführt werden.Darüber hinaus werden gewisse standardisierte Punkte abgefragt und besprochen.

Bei zumeist kleineren Betrieben entfallen Fragen nach Schema und es wird ein offenes Gespräch mit Ihnen geführt.


  • Auch wenn Ihr Gesprächspartner noch so nett und locker auf Sie wirkt. Das oberste Ziel des Betriebes ist es herauszufinden, ob sich Ihre mündlichen Aussagen mit Ihren schriftliche Aussagen decken. Man möchte Sie sozusagen aus der Reserve locken.
  • Reden Sie zuviel, zu wenig? Schweifen Sie ab? Wie äußern Sie sich zu bestimmten Themen? etc.

    Bleiben Sie überlegt und sachlich!



Kann ich mich auf das Gespräch vorbereiten?
Werfen Sie in jedem Fall nochmals einen Blick in die Bewerbungsunterlagen. Sie haben ja sicher alles in Ihrem Ordner abgelegt und können Ihre Bewerbung gut nachvollziehen.

1. Überlegen Sie sich vor dem Gespräch Antworten auf Fragen, die in dieser Art sehr häufig gestellt werden:

Warum möchten Sie diesen Beruf lernen?
Kommen noch andere Ausbildungsberufe für Sie in Frage?
Warum möchten Sie gerade in unserem Betrieb arbeiten?
Was wissen Sie bereits über unseren Betrieb?
Sie haben bereits ein Praktikum absolviert?
Wo sehen Sie Ihre Stärken und Schwächen?
Was machen Sie denn so in Ihrer Freizeit?
Sie schrieben über einen PC-Kurs?
Wie stellen Sie sich den weiteren beruflichen Werdegang vor?
Die Note in dem Fach xxxx ist aber nicht besonders gut ausgefallen!?
Können Sie die schlechteren Noten in Ihrem Zeugnis begründen?
Sie lesen gerne? Was lesen Sie denn derzeit?


Ihre Antworten auf diese Fragen können Sie üben. Schlagen Sie Ihrer Mutter oder dem Vater vor, in die Rolle des Personalchefs zu schlüpfen. So werden Sie sicherer in Ihrer Argumentation.

2. Überlegen Sie sich vor dem Gespräch Fragen, die Sie stellen möchten. Das signalisiert Interesse!
Ihre Fragen können Sie sich aufschreiben und die Notizen zum Vorstellungsgespräch mitnehmen. In der Regel wird Ihnen angeboten, Fragen zu stellen. Einige Fragen, die Sie stellen könnten:

Habe ich einen festen Ansprechpartner während der Lehrzeit?
Wie viele Auszubildende werden eingestellt?
Wie findet der Berufsschulunterricht statt?
Blockunterricht oder ein- oder zweimal wöchentlich?
Gibt es neben der Berufsschule noch einen betrieblichen Unterricht?
Wie stehen die Chancen, nach der Ausbildung übernommen zu werden?
Darf ich mir den Betrieb mal ansehen?


3. Planen Sie rechtzeitig, wie Sie zu Ihrem Termin kommen!
Es versteht sich von selbst, dass Sie pünktlich sein müssen. Pünktlich heißt, dass Sie zum vereinbarten Termin vor Ihrem Gesprächspartner sitzen müssen! Somit sollten Sie gut 10 Minuten vorher ankommen. Evtl. müssen Sie sich bei der Pforte anmelden und das kann ja auch dauern. Stellen Sie sich vor, die Pforte ruft bei der Sekretärin an und die telefoniert gerade - und das dauert . . .

Unpünktlichkeit wird in der Regel als ausgesprochen negativ bewertet und kann das vorzeitige Ende bedeuten! Unpünktlichkeit wird mit Unzuverlässigkeit gleichgesetzt!

Überlegen Sie sich rechtzeitig, wie Sie zu Ihrem Termin hinkommen wollen.
Bei Auswärtsterminen, mit dem Zug oder fährt Sie ein Elternteil oder ein Freund?
Ist der Termin in der Hautpverkehrszeit, wäre es da nicht klüger einen Bus früher zu fahren?
Ist gerade eine Baustelle auf dem Weg?

4. Mit oder ohne Eltern zum Gespräch?
Manche Firmen laden die Eltern zur Vorstellung mit ein. Manche Firmen versprechen sich davon, ein noch besseres Bild von dem zukünftigen Auszubildenden zu bekommen, wenn sie auch die Eltern kennenlernen. Ein gewisses Zusammenspiel von Betrieb und Eltern während der Berufsausbildungsphase bietet ja auch gewisse Vorteile.

Dies betrifft vor allem Minderjährige, da die Erziehungsberechtigten zum Vertragspartner des Betriebes bei Abschluss des Ausbildungsvertrages werden.

Also wenn es der Wunsch der Firma ist, sollte zumindest ein Elternteil beim Vorstellungsgespräch dabeisein. Bei Nichterscheinen würde dies Desinteresse zeigen. Allerdings muss der Erziehungsberechtigte aufpassen, dass er bei dem Gespräch nicht zu sehr in den Vordergrund rückt.

Das "Kind" darf nicht brav schweigen und schüchtern auf dem Stuhl sitzen. Das wirkt blaß und unselbständig! Der Betrieb will ja nicht den Elternteil einstellen!

Wenn Sie volljährig sind, wird es eigentlich erwartet, dass Sie allein zum Vorstellungsgespräch erscheinen. Das signalisiert Selbständigkeit und das wird von jedem Betrieb geschätzt.


Und was soll ich anziehen?
Es muss nicht der dunkle Anzug mit Krawatte sein oder das "kleine Schwarze". Das wird von Ihnen nicht erwartet und würde auch gekünstelt wirken. Aber Sie sollten natürlich "ordentlich" wirken.
Denken Sie daran, der erste Eindruck ist oft entscheidend!
Die Haare sollten gekämmt sein, die Fingernägel sauber und auch die Schuhe sollten geputzt sein. Wie wäre es mit einem Friseurbesuch ein, zwei Tage vor dem wichtigen Termin?
Für die Jungs wäre eine Stoffhose mit einem Hemd passend. Für Mädchen ein Rock oder eine Stoffhose mit einer Bluse. Möglichst keine Jeans.

Finden Sie einen Mittelweg zwischen "herausgeputzt" und "schlampig". Sie sollten natürlich und gepflegt wirken und bitte nicht zu auffällig. Soll bedeuten, dass das echt ätzende,supercoole, transparente Netz-Shirt an diesem Tag im Schrank bleibt.

Testen Sie sich doch mal selbst, wie Sie auf eine Ihnen fremde Person reagieren. Der erste Eindruck wird auch über die Kleidung und das Aussehen bestimmt.
Das geht Ihnen nicht anders wie einer Personalchefin oder einem Personalchef.
Und nun stellen Sie sich vor, wie Sie in dem von Ihnen ausgewählten Outfit auf die für Sie noch fremden Gesprächspartner im Betrieb wirken könnten.